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Nähmaschinenmuseum
Sammlung Albrecht Mey

Wir haben ab dem 14. Juni 2021 nach telefonischer Anmeldung wieder für Sie geöffnet. Nach dieser langen Pause freuen wir uns sehr, Sie wieder im Nähmaschinenmuseum begrüßen zu dürfen.

Nähmaschinenmuseum
Sammlung Albrecht Mey


Seit Mai 2009 öffnet das Nähmaschinenmuseum den Besuchern seine Tore. Hier erschließt sich den Museumsbesuchern die zeitgeschichtliche Entwicklung der Nähmaschine.

Raritäten wie die Opel Nr. 1, die Peugeot Nr. 1, die Krems-Nähmaschine, die hochinteressante Kerzdörfer, die sehr frühe Gibbs und viele andere zum Teil seltene und ausgefallene Exemplare werden hier ausgestellt.Die Sammlung unter Leitung von Martin Mey, Sohn des Museumsgründers Albrecht Mey, enthält über 420 Raritäten, die in jahrelanger Sammlerleidenschaft zusammengetragen wurden und die den internationalen Bekanntheitsgrad des Muse­ums begründen.

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag: 9-17 Uhr | letzter Einlass: 16 Uhr
Freitag: 9-12 Uhr und nach Vereinbarung
In den Sommerferien, an Feiertagen sowie im Betriebsurlaub hat das Museum geschlossen.

Eintrittspreise:

Erwachsene: 3 €
Gruppen ab 10 Personen: 2 € pro Person
Kinder, Schüler und Studenten: freier Eintritt

Die Führungen werden von Renate Stöckert, Walter Eyth oder Martin Mey durchgeführt.

Kontakt:

Mail: mail@naehmaschinenmuseum.de | Telefon: +49 (0) 07431/706-0

Warum gibt es das Nähmaschinenmuseum?

1948 berichtet der Verfasser Zimmermann in seinem Text „Entwicklung der württembergischen Trikotindustrie“, dass schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des heutigen Albstadt Trikotagen-Fabriken gegründet wurden.

Er beschreibt weiter die Ergänzung industrieller Herstellung von Trikotagen durch die Einführung amerikanischer Nähmaschinen, welche den Ersatz mühsamer Handarbeit durch maschinelle Fertigung ermöglichten. Da die deutsche Nähmaschinenindustrie für diesen Zweck geeignete Maschinen in jener Zeit noch nicht fertigte, wurde die erste Maschine zur Verwendung in der Trikotagen-Fertigung unter tätiger Mithilfe der königlichen Zentralstelle aus Amerika bezogen.

Der Unternehmer und Sammler Albrecht Mey gründete das Nähmaschinenmuseum Mey mit dem Anspruch, mit Hilfe der zahlreichen Exponate der gezeigten Sammlung Albrecht Mey aufzuzeigen, wie sich die Nähmaschine von ihren Anfängen bis in die heutige Zeit hinein entwickelt hat.

Das Nähmaschinenmuseum Mey ist den vielen fleißigen Näherinnen in der Textilindustrie gewidmet!


Die Sammelleidenschaft

Oft spielt bei der Auswahl des Sammelgebietes der Beruf eine wesentliche Rolle. Auch die Entstehung der vorliegenden Sammlung ist diesem Umstand zu verdanken. Zunächst waren es ausgediente Industriemaschinen die gesammelt wurden. Erst später kamen dann historische Haushaltsnähmaschinen dazu. Die Basis bildeten die Sammlung Hanspeter Luzi aus St. Gallen
in der Schweiz und danach die Sammlung Roger Frey aus Cannes in Frankreich. Ein wesentlicher Teil der Sammlung besteht aus seltenen amerikanischen Nähmaschinen. Dies sind Einzelstücke oder Raritäten, die auf der Welt nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden sind.

Hochinteressante Nähmaschinen kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch aus Frankreich. Die französischen Maschinen waren technisch auf hohem Stand und von bester Qualität. Möglicherweise lag es daran, dass die französische Nähmaschinenindustrie schon damals, vom Preis her gesehen, international nicht wettbewerbsfähig wurde. Das Nähmaschinen-
geschäft in Frankreich wurde hauptsächlich von Importen aus Nordamerika und Deutschland bestimmt. Die französischen Konstrukteure wandten sich, aufgrund dieser Erfahrungen, dann neuen konstruktiven Bereichen zu, bauten Fahrräder und vor allen Dingen Automobile. Außerdem beschäftigten sie sich mir der Konstruktion und der Entwicklung von Flugzeugen.

Deshalb sind heute die alten französischen Nähmaschinen in Sammlerkreisen sehr begehrt, da es, bis auf wenige Ausnahmen, nie zu einer Massenfabrikation gekommen ist.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Nähmaschinenmuseum in Albstadt.

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